Turnbeutel für Kinder nähen

Turnbeutel für Kinder nähen

Turnbeutel für Kinder nähen

Diesen tollen Turnbeutel hat Nastja vom Kanal DIY Eule für uns genäht. Sie zeigt uns in ganz kurzen Schritten wie ihr zu diesem tollen Ergebnis kommt. Danke Nastja und viel Spaß euch allen beim Nähen – Birgit

Der Turnbeutel für Kinder ist ein einfaches und schnelles Nähprojekt. Daher ist es auch perfekt für Einsteiger geeignet. Nastja hat sich einen niedlichen Baumwollstoff mit kleinen Waschbären ausgesucht. Die restlichen Materialien wurden auf diesen Stoff angepasst. Das Grau wiederholt sich im Innenfutter, das Rot vom Schal des Waschbären wird in der Kordel aufgegriffen und das Gelbe Geschenk kommt in den goldenen Ösen wieder vor.

Das Material

Was ihr zum Nähen braucht: 40 cm fest Baumwolle mit Motiv als Außenstoff, 40 cm feste Baumwolle in Unifarben als Futterstoff, 40 cm Vlieseinlage H200, 3,2 m Kordel, 8 mm breit, 2 Ösen, 11 mm Durchmesser, passende Aufsätze und einen Hammer, Passendes Nähgarn, Nähmaschine und Nähutensilien. Unter dem Punkt Bezugsquellen findet Ihr Fachhändler die den tollen Waschbärenstoff führen. Das weitere verwendete Material findet ihr unter dem Punkt Materialliste. Mit dieser Liste könnt Ihr einen Fachhändler eurer Wahl besuchen und danach fragen.

Die Anleitung

Zuerst kommt wie immer der Zuschnitt. Wir benötigen aus beiden Stoffen und der Einlage jeweils zwei Rechtecke mit der Größe 31 x 36 cm. Aus dem Futterstoff brauchen wir dann noch zwei Streifen mit 32 x 7 cm für den Tunnelzug.

Als nächstes wird die Einlage auf die linke Stoffseite der Außenstoff gebügelt. Legt hierfür die Einlage auf die linke Stoffseite der beiden Rechtecke mit Motivstoff. Die Einlage ist auf einer Seite glatt und hat auf der andere raue Klebepunkte. Diese müssen unbedingt nach unten zeigen. Stellt das Bügeleisen auf Stufe 2 / Wolle. Gleitet jetzt mit Druck über die Einlage und nutzt keinen Dampf. Schaut, dass die Einlage an allen Stellen gut am Stoff klebt. Das Anbringen ist übrigens bei jeder Vlieseinalge anders.

Faltet die beiden Rechtecke für den Tunnelzug links auf links der Lange nach zusammen und bügelt die Kante.Klappt nun die beiden Streifen dann wieder auf und faltet jeweils die beiden kurzen Kanten zweimal 1 cm zur linken Seite um. Näht den Umschlag überall knappkantig an.

Klappt die Streifen wieder der Länge nach zusammen und legt sie dann jeweils an die obere Kante eines Motivstoffes an. Die offenen Kanten liegen dabei bündig. Rechts und links bleibt gleich viel Platz. Darauf kommt mit der rechten Seiten nach unten ein Futtertsoffteil. Steckt die Kante und nächt sie mit 1 cm Nahtzugabe ab. Wenn ihr möchtet, könnt ihr das die Naht noch einmal mit einem Zickzackstich versäubern.

Wiederholt das auch für die anderen beiden Rechtecke.

Legt die beiden Rechtecke rechts auf rechts aufeinander. Achtet darauf, dass die mittleren Nähte ganz genau aufeinandertreffen und fang hier an zu stecken. Steckt dann alle äußeren Strecken und näht einmal drum herum. Lasst im Futterstoff an einer geraden Seitenkante eine Strecke von 15 cm offen. Das ist eure Wendeöffnung. Versäubert dann die Stoffkanten.

Wendet den Beutel durch die Wendeöffnung und bügelt ihn. Klappt dabei die Nahtzugaben der Wendeöffnung nach innen. Schließt die Wendeöffnung knappkantig mit der Maschine oder mit der Hand. Da die Naht innen liegt, nutze ich hier die Maschine.

Schiebt den Futterbeutel nach innen und bügelt wieder alles in Form. Näht den oberen Rand noch einmal ringsherum kurz unter dem Tunnelzug ab.

Markiert euch 3 cm von den unteren beiden Kanten zwei Punkte. Schlagt ihr jeweils ein Loch für die Ösen ein. Haltet euch dabei an die Herstellerangaben. Schlagt dann die Ösen ein. Achtet darauf, dass beim schmalen Teil, die Wölbung oben und die Öffnung unten liegt.

Um die Ösen doppelt zu sichern, nähe ich dahinter noch einmal diagonal über alle Stofflagen.

Schneidet zwei Kordelstücke mit je 160 cm zu. Fädelt jetzt die Kordel ein. Hierfür kann euch eine Sicherheitsnadel helfen oder auf eine Einfädelhilfe. Die erste Kordel wird auf der einen Seite hin und auf der anderen zurückgeführt. Die Zweite genau so, nur beginnt ich auf der anderen Seite.

Führt jeweils ein Kordelende durch die Ösen und verknotet die Enden. Ihr könnt die Kordeln auch noch etwas Kürzeln, wenn sie zu lang sind.

Fertig!

Dieses Projekt entstand in Kooperation mit DIY Eule

Über DIY Eule: Ich bin Nastja – kreativer Blondschopf aus Berlin. Auf meinem YouTube Kanal DIY Eule dreht sich alles um die Themen Nähen und DIY. Ob Wickeltasche, Utensilo, Kissenbezug oder Patchworkdecke – ich zeige Schritt für Schritt wie es geht. Auf meinem Kanal, nehme ich meine Community mit einem Lächeln und Humor mit in mein DIY Leben. Ich liebe jede Art von DIY Projekten – mein Herz schlägt aber vor allem fürs Nähen.

Die Videoanleitung

Folgt uns!

DSGVO

Das Diy Eule Buch

Das Diy Eule Buch

Das Diy Eule Buch

Heute gibt es mal wieder eine Buchvorstellung für euch. Nastja vom Kanal DIY Eule hat ihr erstes, und so viel sei an der Stelle gesagt, wir hoffen es bleibt nicht ihr letztes, Buch herausgebracht.

Das Buch hat sie gemeinsam mit ihrer Community geschrieben, denn wer Nastja folgt konnte mitentscheiden wie die Taschen genäht werden sollen. Ob mit extra Fächern oder Reißverschluss, mit welchem Stoff, all diese Entscheidungen hat Nastja der Community überlassen und so sind gleich 17 Taschen entstanden.

Im Buch befinden sich die nötigen Schnittmuster sowie Schritt für Schritt Anleitungen, aber zusätzlich hat Nastja auch noch auf ihrem Kanal zu jeder Tasche eine Video Anleitung gemacht. Damit der Aufwand für jede Tasche gut abgeschätzt werden kann, sind die Anleitungen mit entsprechenden Schwierigkeitsgraden markiert.

Hier findet ihr einen Blick in das Buch

In unserer Bezugsquellenliste findet Ihr Fachhändler die das Buch führen. Viel Spaß beim Nachnähen!

Die Videoanleitung

Folgt uns!

DSGVO

Die Geschichte des Knopfes

Die Geschichte des Knopfes

Die Geschichte des Knopfes

h

Druckversion

Knöpfe sind aus der Nähwelt gar nicht wegzudenken. Es gibt sie in allen Größen, Formen und Farben. Heute wollen wir mal einen Blick auf die Geschichte dieser genialen Erfindung werfen.

Die Geschichte

Seit der 2. Hälfte des 12. Jahrhunderts wurde der Knopf zu einer dauerhaften Erscheinung an der Kleidung des Abendlandes. Kreuzfahrer und Kaufleute trugen stark zur Verbreitung des Knopfes bei. Im 13. Jahrhundert erlangte der Knopf, durch die Erfindung des Knopflochs, noch stärker die Funktion als Kleiderverschluss. Durch das Knopfloch war der Materialvielfalt kaum noch eine Grenze gesetzt. Knöpfe wurden aus edlen und unedlen Materialien angefertigt, aber auch aus Bein, Holz, Horn, Glas oder Edelsteinen. Bei der Gestaltung beschränkte man sich aber auf Scheiben-, Beeren-, Kugel- und Halbkugelform. Im 14. Jahrhundert begann sich ein eigenständiges Knopfmacherhandwerk herauszubilden. Die Vielzahl der Materialien führte dabei zu einer Spezialisierung der Knopfmacher.

Knöpfe unterlagen bereits damals Modetrends, so waren im Rokoko mit Stoff überzogene Knöpfe der letzte Schrei. Knöpfe waren aber auch ein Statussymbol vor allem in der Männermodewelt. So wurden im 18. Jahrhundert nicht selten Kleidungsstücke mit mehreren Schock (1 Schock = 60 Stück) Knöpfen besetzt, für die zum Teil enorme Summen ausgegeben wurden. Außerdem regelten Kleiderordnungen bis zur französischen Revolution, und auch darüber hinaus, welche Materialien von welchem Stand getragen werden durften. Da Bauern Gold- und Silberknöpfe nicht erlaubt waren, trugen sie Knöpfe aus Zinn und Messing, welche mit Pferdedarstellungen graviert wurden. Handwerker trugen ebenfalls ihre eigenen ganz speziellen Knöpfe, sie ließen darauf die Werkzeuge und Symbole ihrer Zunft gravieren.

Auch heute noch werden Knopfe gerne für eine Vielzahl von Kleidungsstücken verwendet. Ob für gestrickte Westen oder aber natürlich genähte Teile. Ob als Verschluss oder als hübsches Zierteil. Ein Knopf erzählt eine Geschichte und gibt einem selbstgestalteten Stück eine besondere individuelle Note. Im Fachhandel findet ihr besonders viele einzigartige Knöpfe. Für jedes Projekt der passende Knopf. Schaut einfach bei einem Fachhändler in unserem Storefinder vorbei.

Folgt uns!

DSGVO

Loop stricken

Loop stricken

Loop stricken

Wenn der Wetterbericht Wintereinbruch vorhersagt, ist es noch nicht zu spät euch einen wärmenden Loop zu stricken. Denn mit einem dicken Kuschelgarn habt ihr im Nu dieses modische Accessoire. Damit könnt ihr nicht nur euren Hals gut warm halten, sondern auch eure Ohren vor Wind und Wetter schützen, indem ihr den kuscheligen Schlauch einfach etwas höher zieht. Besonders hübsch und effektvoll sieht dieser Loop aus einem Farbverlaufsgarn aus, selbst wenn er nur mit einfachen Maschen gestrickt wird. 

Das Material

Aufgrund des tollen Farbverlaufs eignet sich das DMC Garn Quick Knit Spot besonders gut. Wir haben uns für eine Farbvariante mit Petrol und Grau entschieden. Dieses Produkt ist ein Dochtgarn und besteht aus 51 % Wolle und 49 % Acrylgarn. Zu beachten ist bei solchen Dochtgarnen, dass sie kaum bis gar nicht verzwirnt sind und daher unter Zug leichter reißen können, als verzwirnte Garne. Unser Tipp ist einfach den Faden beim Stricken eher locker laufen zu lassen und nicht zu fest anzuspannen. Das Schöne daran ist, dass diese Garne an Volumen und Weichheit kaum zu übertreffen sind und daher schöne bauschige, kuschelweiche Strickstücke entstehen können. Mehr Infos zur Wolle und zu den verschiedenen Farben findet ihr in einem eigenen DMC Wolle Beitrag. Gestrickt haben wir mit einer 80 cm langen Prym Rundstricknadel der Stärke 20. Weiters braucht ihr ein Maßband, eine Schere und eine grobe Wollnadel zum Vernähen.

Eine genaue Auflistung der Materialien findet ihr wie immer unter dem Punkt Materialliste.

Die Anleitung

Unser fertiger Loop ist, wenn er doppelt liegt ca. 30 cm breit und 26 cm hoch. Wir haben eine Maschenprobe gestrickt ( 10 x 10 cm = 5 Maschen x 7 Reihen) und dann die Anzahl der Maschen für die gewünschten Maße errechnet. Ihr könnt die Maße natürlich auch verändern, wenn ihr den Loop gerne kleiner oder größer stricken wollt. Am einfachsten ist es einen Loop, der euch gefällt abzumessen und die Anzahl der Maschen entsprechend anzupassen.

Der Loop wir in Runden gestrickt. Da das Garn im Strang gebunden ist, empfehlen wir euch es als Knäuel zu wickeln, damit es sich beim Stricken nicht verknotet. Ihr könnt den Strang über eine Sessellehne hängen oder ihr verwendet einen Garnwickler, der im guten Fachhandel erhältlich ist.

Anschlag: 30 Maschen locker anschlagen (nicht zu fest anziehen)
Anfangsfaden: für dieses dicke Garn rechnet ihr die Anschlagsmaschen 30 x 4 = 120 plus 30 cm ergibt 150 cm.

Diese 30 Maschen werden zur Runde geschlossen, indem ihr den Anfang der angeschlagen Maschen auf die zweite Nadel schiebt, dass die „erste Anschlagsmasche“ kurz vor der Nadelspitze zu liegen kommt. Achtung das die Reihe nicht verdreht ist! Dann mit dem Arbeitsfaden (nicht den Anschlagsfaden erwischen) bei dieser „ersten Anschlagsmasche“ mit zu stricken beginnen. Als Markierung für die Runden dient der Anfangsfaden. Wenn dieser „überstrickt“ wird, habt ihr eine neue Runde begonnen.

Die ersten beiden Runden werden im kleinen Erbsenmuster gestrickt:
1. Runde : 1 Masche rechts, eine Masche links …… ihr endet beim Anfangsfaden mit 1 Masche links.
2. Runde: 1 Masche links, eine Masche rechts …. ihr endet beim Anfangsfaden mit 1 Masche rechts.
3. – 15. Runde : nur rechte Maschen stricken
Ich könnt nun die Höhe des Loop einmal abmessen. Bei uns waren es ca. 24 cm.

Wenn er euch so gefällt, dann könnt ihr die beiden Abschlussrunden wie folgt stricken:
16. Runde: nur linke Maschen stricken
17. Runde: ganz locker die Maschen abketten, indem ihr die ersten beiden Maschen rechts stickt und die erste über die zweite Masche zieht, dann wieder eine Masche rechts und die davor gestrickte Masche wieder über diese ziehen. Achtet darauf, dass dieser Abschluss schön locker bleibt – nicht zu fest anziehen. Immer so weiter abketten, bis nur mehr eine Masche auf der Nadel ist. Den Faden abschneiden und durch diese Masche durchziehen.

Nun werden der Anfangs- und dann der Endfaden vorsichtig in die grobe Wollnadel eingefädelt. Falls zwischen Anfangs- und Endmasche der ersten bzw. letzten Runde ein Abstand ist, könnt ihr diesen mit zwei kleine Stichen zusammenziehen. Dann den Faden auf der Rückseite vernähen, indem ihr ihn durch 3 – 4 Maschen fädelt, so dass er fixiert und auf der rechten Seite nicht sichtbar ist. Den überstehenden Faden nicht zu knapp abschneiden.

Dieses Projekt entstand in Kooperation mit bellabunt

Die Videoanleitung

Folgt uns!

DSGVO